Mobbing-Barachiel e.V.
Jedes Kind kann Opfer sein

Gute Noten...auf Biegen und Brechen ?!

Für uns waren gute Noten nie wirklich wichtig, wir pendelten zwischen zwei und vier und das war vollkommen in Ordnung.
Aber im Laufe des steigenden Mobbings fielen die Noten umso schneller.

Es war ja kein Wunder wer gibt sich denn Mühe in seinem persönlichen Tatort noch Leistung zu bringen?

Das schlimmste waren die Hausaufgabenzeiten, wir hatten traurige Spitzenwerte von 5 Stunden am Tag!!! An ein normales Familienleben war nicht mehr zu denken. Selbst ich als Mutter bekam Magenschmerzen wenn ich wusste, in einer halben Stunde ist mein Kind da .
Abgesehen davon das wir mindestens dreimal die Woche zurück in die Schule mussten weil sämtliches Lernmaterial liegenblieben war, so waren im Hausaufgabenheft alle Bildchen sorgsam ausgemalt, aber keine Aufgaben darin.

Besonders schlimm war es wenn Krankheiten kamen, da sich die komplette Klasse weigerte Hausaufgaben vorbei zu bringen hatten wir Unmengen.
Mein Kind hatte in dieser Zeit permanent geredet, ohne Pause, ohne Luft zu holen. Immer wieder erzählte er was aktuell alles passiert war, was ihn traurig, wütend und fassungslos machte. Ich lies ihn reden bis ich das Gefühl hatte Kopf müsste leer sein.
War er aber nicht! Durch die permanente Aussetzung von Mobbing war der Kopf gefüllt..Weder Mathe noch Deutsch konnten da Platz finden.
Alles drehte sich um die Schule aber nicht um die Inhalte die sie eigentlich vermitteln sollte.
Nach unzähligen Terror-Stunden die mit weinen, brüllen, völliger Hysterie, Verzweiflung, Beleidigungen und Drohungen gefüllt waren, entwickelten wir eigene Strategien


1. nach der Schule und dem Mittagessen, war bei uns " Kopf ausleeren" angesagt
das ging folgendermaßen: keine Elektronik , Ruhige Atmosphäre
Das Kind flach auf Couch / Bett oder ähnliches legen und dort streicheln wo es angenehm empfunden wird. Bei uns war es der Rücken.

2. Die Mengen auf Seiten und Blättern bei den Hausaufgaben, blockierten sofort nur beim hinsehen. Deshalb haben wir nur die ersten zwei Zeilen bzw. Reihen aufgedeckt.... Den Rest mit einem Blatt zu!
Wenn es ganz schlimm war, half nur noch buchstabieren, also statt abschreiben, diktieren und das in buchstabierweisender Art.
Geht auch bei Rechenaufgaben


3. Nach zwei Stunden haben wir das ganze beendet, Hausaufgabenheft bekam eine kurze Notiz und die Schulsachen wurden aus Sichtweise gebracht. Wenn unser Kind völlig beruhigt war, und wir das Gefühl hatten eine innerliche Ruhe konnte einkehren, haben wir es nochmal probiert. Manchmal erst nach zwei Stunden Pause.

4. Wir waren viel zusammen draussen und während des Spazieren gehens lernten wir für Arbeiten, ohne Druck, ohne Hefte oder Bücher. Ich hatte einfach Aufgaben mit dem Handy abfotografiert und sie gespeichert. So konnte ich Fragen stellen ohne das große Theater


Allerdings war das bei uns nur bis zu der 3. Klasse möglich, danach lies sein Gesundheitsstand das nicht mehr zu